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Scheidung

Bei einer Scheidung müssen die gegenseitigen Ansprüche aus der beruflichen Vorsorge bei der Teilungsregelung berücksichtigt werden. Personen, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, haben gemäss Bundesgesetz die gleichen Rechte und Pflichten wie Ehepaare.

Berechnungsformel
Die Freizügigkeitssleistung während der Dauer einer Ehe wird wie folgt berechnet:

Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt der Ehescheidung 
abzüglich Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt der Heirat
zuzüglich Zins bis Scheidung
= erworbene Freizügigkeitsleistung während der Ehe

Wie wird der Zuwachs der Freizügigkeitsleistung verteilt?
Ist von einem Paar nur die eine Person in einer Pensionskasse versichert, wird die Hälfte deren Zuwachses der anderen Person überwiesen. Sind beide Partner in einer Pensionskasse versichert, wird für beide die erworbene Freizügigkeitsleistung während der Ehe ermittelt und die Differenz zu gleichen Teilen verteilt. Damit die Scheidungsberechnung durchgeführt werden kann, benötigt die Zuger Pensionskasse das Heiratsdatum und das voraussichtliche Scheidungsdatum. Das Scheidungsgericht legt die Höhe des Betrags fest, der an den Ehepartner zu überweisen ist. Im Aufrag des Scheidungsgerichts vergüten wir diesen Betrag an die im Scheidungsurteil angegebene Zahlungsadresse.

Auswirkungen der Scheidung auf die Leistungen im Alter
Die Auszahlung eines Teils der Austrittsleistung an den geschiedenen Ehepartner wirkt sich auf die zukünftigen Leistungen im Alter aus. Das Sparkapital reduziert sich um die Höhe der Überweisung. Demgegenüber bleiben die Risikoleistungen bei Invalidität und Tod unverändert. Versicherte haben die Möglichkeit, die durch die Auszahlung entstandene Vorsorgelücke im Bereich der Altersleistungen mit einem freiwilligen Einkauf ganz oder teilweise zu schliessen.